Gewalttätiger Wahlkampfauftakt der NPD in Schwerin

Am Montag, dem 24. März, hielt die neonazistische NPD drei Kundgebungen in der Landeshauptstadt ab. Der ewig gestrige Spuk begann um elf Uhr auf dem belebten Marienplatz im Stadtzentrum. Trotz der kurzfristigen Mobilisierungszeit gelang es AntifaschistInnen und dem „Bürgerbündnis gegen Rechts“ den mit gegen Inklusion, ZuwanderInnen und „Volkstod“ dröhnende Lautsprecher ausgestatteten Infostand der NPD beidseitig zu flankieren um die anwesenden Parteimitglieder zu isolieren und als das zu entlarven was sie sind: Menschenhasser und Soziopathen.

Unter anderem waren Andreas Theißen aus Lübtheen, Kreisverbandsvorsitzender und das ‚Mädchen für Alles‘ in der Landtagsfraktion der NPD, David Böttcher aus Grevesmühlen, Kreistagsvertreter und ‚Bodyguard‘, Daniel Ohm aus Usedom, Stadtvertreter und Gewalttäter, Frank Klawitter aus Greifswald, unehrenhaft entlassener THW-Panzer und ehemaliger HDJ-Lager-Kommandant, Adrian Wasner aus Teterow sowie ein weiterer Nachwuchs-Nazis anwesend.

Abgeschirmt durch Antifa, Bürger und Polizei verirrten sich nur wenige Bürger zum Stand der NPD. Es fiel auf, dass immer wieder die gleichen seltsamen Gestalten den Stand aufsuchten. Ein Propagandaerfolg sieht anders aus. Die Aussage der Gegendemonstranten war klar zu lesen auf einem ihrer Transparente: „Gegen Intoleranz und Faschismus! Für eine multikulturelle Gesellschaft! Antifaschistische Aktion“. Bis zum frühen Nachmittag fristeten die Neonazis dann dumm grinsend ihre Zeit auf dem Marienplatz umringt von SchwerinerInnen die ihnen diesen Tag nicht mehr einfach machen würden. Zwischendurch ließ sich sogar die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Die Linke) blicken um sich medienwirksam als Antifaschistin zu stilisieren. Die nicht vorhandene Lust des Schweriner Verwaltungsapparates etwas gegen neonazistische Umtriebe zu unternehmen zeigt, wie verlogen ihr Auftritt war.
Provokationen seitens der Neonazis im Verlauf der Kundgebungen wurden durch beherztes und entschlossenes Auftreten unterbunden, der von Haarausfall geplagte Andreas Theißen musste seine Videoaufnahmen per Ipad, kurz nachdem er zu filmen begann, schnell wieder einstellen, da ihn schnell AntifaschistInnen auf die Pelle rückten. Die Polizei verwies ihn auf seinen Platz am Stand und ermahnte ihn zur Zurückhaltung.

Es war bekannt, dass die Neonazis noch an anderen Stellen in Schwerin ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten wollten. So machten sich die AntifaschistInnen und Bürger auf den Weg zum Dreescher Markt, wo sich die Nazis noch schnell selbst entlarven sollten.
Noch beim Aufbau des Infostandes kam es dann zum Gewaltausbruch seitens der Nazis. Der einschlägig vorbestrafte Usedomer Daniel Ohm konnte seine Gewaltfantasien nicht mehr unterdrücken und ging unvermittelt auf einen Antifaschisten los. Dieses Verhalten zeigte er schon öfter in Vergangenheit z.b. bei seiner Beteiligung bei einem Angriff von 20 Nazis auf ein Wohnhaus in Greifswald.
Schnelles Handeln durch die GenossInnen konnte ihn schnell wieder auf Abstand bringen, THW-Panzer Klawitter rollte noch hinzu, wurde jedoch von der Polizei wieder weggeschickt. Es wurden mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung erstattet unter anderem gegen Daniel Ohm. Die AntifaschistInnen ließen sich durch das gewalttätige Verhalten nicht beirren und setzten ihre Protest- und Störaktion erfolgreich fort. Mit Trillerpfeifen und Sprechchören übertönten sie auch am Dreescher Markt der NPD ihr Gehetze gegen beeinträchtige Menschen, Flüchtlinge und Andersdenkende. Einzig und allein einige Personen, die mit den Neonazis auf Du waren, verirrten sich zum Stand. Währenddessen ernteten die NPD-Gegner viel Zuspruch, Bewunderung und Lob für ihre Gegenaktivitäten.
Der letzte Termin der NPD war dann in Lankow am Penny-Markt in der Rahlstedter Straße. Kurz sah es danach aus, dass diese Veranstaltung den Witterungen zum Opfer fallen würde, jedoch erbarmten die Wolken sich nicht einen Schwall Wasser auf die Neonazis abzulassen. Lankow ist ein sozial benachteiligter Stadtteil in dem Neonazis vermeintlich durch ihre populistischen Parolen leichtes Spiel haben, doch auch hier konnten sie nicht in Ruhe ihre Show abziehen. Kreative und witzige Sprechchöre machten sich andauernd über diesen Männerhaufen lustig. Halb fünf war dann der Spuk beendet. Würden die Nazis diesen vergangenen Aktionstag ehrlich betrachten, so müssten sie einsehen, dass diese Kundgebungen alles andere als erfolgreich für sie waren.

Fazit:
Der totale propagandistische Misserfolg und dazu noch zwei Anzeigen wegen Körperverletzung.

Die Antifa Schwerin-Mitte bedankt sich bei allen MitstreiterInnen, die den Nazis diesen Tag nachhaltig vermiesten. Wir werden auch in Anbetracht des Wahlkampfs für Kommunal- und Europawahl nicht ruhen bis diese Scheiße aufhört!


Nazis bekämpfen- immer und überall!

Theissen und Bötcher mit KSSNlern