Angriff auf Antifaschisten nach „Gumbles“ Konzert

Am frühen Sonntagmorgen, den 11.03.2012, wurden vier Personen zum Teil schwer verletzt. Sie wurden vor dem Schweriner Jugendhaus „Dr. K“ von etwa 10 Personen angegriffen. Im Haus fand zuvor ein Konzert u.a. der Gruppe „Gumbles“ statt.

Auslöser der Schlägerei war ein Übergriff von Bandmitgliedern, u.a. des Sängers , und der eingesetzten Security auf zwei der vier Personen, wobei diese mehrfach als „Scheiß Antifa“ und ähnlichem beschimpft wurden.
Dem Angriff schlossen sich dann weitere KonzertbesucherInnen an. Am Boden liegende Personen wurden mit Stiefeln getreten. Ein Mann musste wegen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer wurde wegen dem Bruch seiner Augenhöhle mehrere Tage stationär behandelt.

Die eintreffenden Polizeibeamten nahmen erst nach mehrmaligen Aufforderungen, durch die Geschädigten, die Personalien von wenigen AngreiferInnen auf. Weiterhin verweigerten sie Erste Hilfe- Maßnahmen bei einem am Boden liegenden, mit dem Verweis darauf, dass er nur simuliere. Trotz offensichtlicher Unterkühlung des Verletzten wurde die Herausgabe einer Rettungsdecke verwehrt.
In der Vergangenheit gab es wiederholt Übergriffe der an diesem Tag eingesetzten Security auf BesucherInnen von Veranstaltungen im „Dr. K“. Der Verein „Noise and more“ hat als Vermieter der Räumlichkeiten bis heute daraus keine Konsequenzen gezogen und beschäftigt diese Securities weiterhin. Hauptberuflich arbeiten die betreffenden Personen unter dem Label „Eastside-Security“. Dieser „Zusammenschluss von Freunden“ besteht zum Teil aus Personen des rechten Spektrums.

Für uns, als Antifa Schwerin Mitte, stellt sich die Frage: wie lange sich „Noise and more e.V.“ die Zusammenarbeit mit gewalttätigen und rechtsaffinen Securities noch vorstellen kann? Wie weit soll die Toleranz gegenüber Grauzone- Bands und ihren einzelnen Mitgliedern noch gehen, bis Clubs, Konzertläden und Veranstalter, die notwendigen Konsequenzen ziehen? Und kann sich das städtisch geförderte Jugendprojekt „Dr. K“ die Zusammenarbeit mit dem Verein „Noise and more“ unter diesen Bedingungen weiterhin vorstellen, um seinem jugendpolitischen Engagement in der Stadt gerecht zu werden?